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Garten-ABC

Garten-ABC

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A

Abmagern

Boden so behandeln, dass er nährstoffärmer wird, z.B. mit mineralischem Substrat. 

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Unter Abmagern versteht man die bewusste Verringerung des Nährstoffgehalts eines Bodens, damit Pflanzen, die nährstoffarme Bedingungen bevorzugen, eine Chance haben. Viele Wildpflanzen verschwinden, wenn der Boden zu reich an Nährstoffen wie Stickstoff oder Phosphor ist, weil dann konkurrenzstarke Arten wie Brennnesseln oder Gräser überhandnehmen. Durch Abmagern zum Beispiel durch das Abtragen der oberen Bodenschicht, das Einbringen von Sand, Kies oder Schotter oder das regelmäßige Abtragen des Mahdguts werden die Nährstoffe reduziert. So entstehen magere Standorte, z.B. für ein Magerbeet oder eine Blumenwiese. Man kann Böden auch durch das Pflanzen von Starkzehrern (z.B. Kartoffeln) abmagern.

Funfact: Sogar Bausschutt eignet sich als mageres Substrat, sofern er nicht mit giftigen Stoffen wie Asbest belastet ist. 

Amphibien

Amphibien (Amphibia) sind wechselwarme Wirbeltiere, die sowohl im Wasser als auch an Land leben.

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Von Fröschen über Unken bis Salamander. Die deutsche Amphibienwelt ist bunt, vielseitig und gefährdet. In Deutschland kommen 21 Amphibienarten vor. Sie teilen sich auf in 15 Froschlurcharten (Frösche, Kröten, Unken) und 6 Schwanzlurcharten (Molche, Salamander). Die Hälfte unserer Amphibienarten gilt als bestandsgefährdet. Das Überleben können wir im heimischen Garten unterstützen, indem wir ihnen neben naturnahen Teichen auch Ecken mit Stauden, Reisig oder Totholz anbieten.

Funfact
: Frösche müssen nicht trinken, sie nehmen das Wasser über die Haut auf.

Quellen & Weiterführendes:

https://www.rote-liste-zentrum.de/de/Amphibien-Amp... (abgerufen am 01.11.2024)

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-u... (abgerufen am 01.11.2024)

https://www.bund-sh.de/amphibien/amphibienschutz-i... (abgerufen am 01.11.2024)

Art

Eine Gruppe von Lebewesen, die sich miteinander fortpflanzen und fruchtbare Nachkommen hervorbringen können.

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Als Art bezeichnet man eine Gruppe von Organismen, die in ihren grundlegenden Eigenschaften übereinstimmen und sich erfolgreich miteinander vermehren können. Jede Art nimmt im Ökosystem eine bestimmte Rolle ein, z.B. als Bestäuber, Samenverbreiter oder Nahrungsquelle. In naturnahen Gärten bedeutet Artenvielfalt, dass viele verschiedene Tiere und Pflanzen miteinander leben. Das erhöht die Stabilität des gesamten Systems: Wenn eine Art fehlt oder geschwächt ist, können andere ihre Funktion teilweise übernehmen. Arten lassen sich außerdem von Sorten unterscheiden: Während Sorten oft durch Züchtung im Gartenbau entstanden sind, bezieht sich der Begriff Art auf die natürliche biologische Einheit.

Fun fact: Es gibt tatsächlich eine Art, die Schokoladen-Fruchtzwerg heißt. Es ist eine Fledermaus-Art aus der Gruppe der Fruchtvampire.

B

Balkenmäher

Balkenmäher ermöglichen das schonende Schneiden von Wiesen, längeren Gräsern oder dünnen Zweigen. Die Schneidvorrichtung arbeitet ähnlich wie eine Schere.

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Bei Balkenmähern sind die Klingen an einem Balken angebracht und das Kürzen des Grases erfolgt durch seitliches Hin- und Herbewegen am starren Balken. Durch diese besondere Schneidetechnik können Balkenmäher auch bei hoch gewachsenem und feuchten Gras sowie unwegigem Gelände eingesetzt werden. Im Gegensatz zu einem normalen Rasenmäher ist die Mähtechnik des Balkenmähers schonender, da beim Schneiden nicht an dem Gras gezogen wird. Balkenmäher sind insbesondere für die naturnahe Pflege von Wildblumenflächen oder Langwiesen geeignet. 

Fun fact: Wer hat’s erfunden? Natürlich die Schweizer: Am 12. Januar 1922 meldet Jacob Fahrni einen motorisierten Balkenmäher zum Patent an. Allererste Erwähnungen fanden ähnliche, von Tieren gezogene Mähgeräte jedoch schon bei Plinius dem Älteren.

Quellen und Weiterführendes:

https://www.haus-garten-infos.de/balkenmaeher/ (letzter Abruf vom 01.11.2024)
Fun fact aus: https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/kalender... (letzter Abruf vom 01.11.2024)

Benjeshecke

Eine Benjeshecke (auch Totholzhecke) besteht aus locker aufgehäuften Ästen und Zweigen.

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"Die Hecke ist wie ein kleines Naturschutzgebiet, das viele Tiere und Pflanzen ungerufen besiedeln. Was sich da abspielt, ist ein kleines Wunder." (Hermann Benjes)

Die Benjeshecke bietet gleich mehrere Vorteile: Für viele Tierarten wie z.B. Vögel, Igel, Frösche, Käfer ist sie Versteck und Lebensraum. Für den Menschen ist sie ein preiswerter Sicht- und Windschutz und eine kostengünstige, ökologische Möglichkeit, Schnittgut von Gehölzen im Garten zu belassen.

Funfact: Der Name Benjeshecke kommt von den Brüdern Hermann und Heinrich Benjes, die eine vergessene Tradition in der Landwirtschaft wieder aufgriffen und diese Heckenform in den 1980er Jahren bekannt machten.

Quellen und Hinweise wie man eine Benjeshecke anlegt:

Kraut und Rüben: https://www.krautundrueben.de/benjeshecke-lebensra...
Fun fact: https://www.gartenberatung.de/on234598

Biene

Bienen sind eine Insektengruppe, in der verschiedene Familien der Hautflügler zusammengefasst werden.

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Die Gruppe der Bienen besteht aus Arten mit ganz unterschiedlichen Lebensweisen. Es gibt Einzelgänger und gesellige Arten, in Deutschland produziert nur die Westliche Honigbiene (Apis mellifica) Honig. Die einen leben in der Erde und die anderen bauen Nester aus Waben. Aber eins haben sie alle gemeinsam: Sie sind unverzichtbar in der Natur und haben eine immense ökologische und ökonomische Bedeutung! Circa 75 Prozent der Nutzpflanzen werden von Bienen bestäubt. Die ökonomische Bedeutung in Deutschland wird nach einer Schätzung der Universität Hohenheim mit 2,5 Milliarden Euro beziffert.

Ohne Bienen gäbe es fast kein Obst oder Gemüse, keinen Kaffee aber auch von Baumwollkleidung und vielen Kosmetikprodukten müssten wir uns verabschieden. Viele gute Gründe, die Bienen zu schützen und ihr Überleben zu sichern, denn unsere Wildbienen sind im Gegensatz zu den als Nutztier gehaltenen Honigbienen massiv bedroht. Siehe auch die Unterscheidung in Wildbienen und Honigbienen.

Funfact: Bienen können Sprengstoff riechen. Sie haben ungefähr 60.000 Duftrezeptoren auf ihren Fühlern sitzen. Das ermöglicht es ihnen, schon aus der Ferne winzigste Duftmoleküle wahrzunehmen und die Richtung zu bestimmen, aus der der Geruch kommt. Forschern ist es gelungen, Bienen darauf zu trainieren, den Geruch von TNT in Landminen zu erschnüffeln.

Quellen und weiterführende Links:

https://www.bmleh.de/SharedDocs/Archiv/Pressemitte...

https://www.umweltbundesamt.de/honigbiene#vorbeugu... 

https://utopia.de/ratgeber/dinge-verschwinden-bien...

https://www.schwartauer-werke.de/unser-beitrag/ini...

Biodiversität

Die Vielfalt des Lebens – also die Gesamtheit aller Arten, Lebensräume und genetischen Unterschiede zwischen Lebewesen.

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Biodiversität bezeichnet die gesamte Vielfalt des Lebens auf unserer Erde. Dazu gehören die Artenvielfalt (die Vielzahl an Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen), die Lebensraumvielfalt (unterschiedliche Ökosysteme wie Wälder, Wiesen oder Gewässer) sowie die genetische Vielfalt innerhalb einer Art (Unterschiede zwischen Individuen, die Anpassungsfähigkeit ermöglichen). Eine hohe Biodiversität sorgt dafür, dass Ökosysteme stabil und widerstandsfähig bleiben – sie macht sie weniger anfällig für Krankheiten, Schädlinge oder Klimaveränderungen. Beim naturnahen Gärtnern bietet man durch vielfältige Pflanzen, Strukturen und Lebensräume möglichst vielen Tier- und Pflanzenarten Platz und unterstützt so die Biodiversität.

Blumenerde

siehe Substrat

Blumenwiese

Nicht begehbare Wiesenfläche mit vielen heimischen Wildblumenarten. 

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Eine Blumenwiese ist eine artenreiche Grünfläche mit vielen blühenden Wildblumen, Kräutern und Gräsern. Sie dient als Lebensraum und Nahrung für Wildbienen, Schmetterlinge, Vögel, Igel und co. Sie ist wächst höher als ein gewöhnlicher Rasen und sollte demnach auch nicht betreten werden. 

Eine Blumenwiese hat gegenüber einer Rasenfläche nicht nur einen ökologischen Vorteil, sondern muss auch nur 1-3 mal im Jahr gemäht werden. Um eine artenreiche Blumenwiese anzulegen, sollte der Rasen abgetragen und der Boden z.B. mit Sand abgemagert werden, darauf wird dann eine regionale Saatgutmischung gestreut. Magere Wiesen weisen eine besonders hohe Artenvielfalt auf. Bei der Anlage und Pflege einer Blumenwiese gibt es einiges zu beachten, damit sie die gewünschte Artenvielfalt erreicht und behält. 

Weitere Tipps zur Anlage einer Blumenwiese finden sich hier: 

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologi...

https://www.gartenreich-projekt.de/biodiversitaet-...

Bodenlebewesen

Die Bodenlebewesen, auch Edaphon, genannt, sind die Gesamtheit aller Lebewesen, die sich im Boden befinden.

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Dazu gehört die Mikroflora (Bakterien, Archaeen, Pilze, Algen) und die Tierwelt von Mikro (z.B. Fadenwürmer) bis Makro (z.B. Regenwürmer), sowie kleinere Säugetiere (z.B. Wühlmäuse). Die Bodenlebewesen bauen organisches Material im Boden ab, wodurch Nährstoffe freigesetzt werden, die essenziell sind für Pflanzenwachstum. Außerdem sorgen Tiere für die „Durchwühlung“ (Bioturbation) des Bodens, der somit besser belüftet wird, besser durchwurzelt werden kann und Wasser besser versickern lässt.

Wer seine Bodenlebewesen nicht aushungern will, verzichtet auf künstliche Dünger bzw. mineralische Dünger. Diese überspringen den Schritt der Zersetzung durch das Bodenleben.

Funfact: In einer Handvoll Boden befinden sich mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde. Weitere Infos: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologi...

D

Dünger

Stoffe, die Pflanzen Nährstoffe liefern; organische Dünger fördern das Bodenleben, Kunstdünger können es zerstören.

E

Einheimisch

siehe standorttypisch

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Erosion

Wenn Wind oder Wasser nach und nach Boden abtragen.

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Erosion bezeichnet den Abtrag von Boden durch natürliche Kräfte wie Regen, fließendes Wasser oder Wind. Besonders an Hängen oder Böschungen wird der Boden leicht weggespült oder weggeweht. Dabei geht die fruchtbare obere Schicht mit Humus, Samen und Bodenlebewesen verloren, was Pflanzen und Tieren den Lebensraum nimmt. Wichtig: Erosion ist nicht dasselbe wie ein magerer Boden. Magerböden sind nährstoffarm, aber stabil und bieten vielen spezialisierten Pflanzen Lebensraum. Im naturnahen Garten kann man Erosion verhindern, z. B. durch Bodendecker, Mulch, Hecken oder Trockenmauern, die den Boden festhalten.

F

Friesenwall

siehe Trockenmauer

G

Gehölzschnitt

Der Gehölzschnitt ist das Zurückschneiden von Sträuchern und Bäumen, um deren Wuchs zu steuern sowie Blüte oder Gesundheit zu fördern.

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Unter Gehölzschnitt versteht man verschiedene Schnittmaßnahmen an Bäumen, Sträuchern und Hecken. Man unterscheidet zwischen Erziehungsschnitt (bei jungen Pflanzen), Pflegeschnitt (bei älteren Gehölzen) und Verjüngungsschnitt (bei überalterten Pflanzen). Der richtige Zeitpunkt hängt von der Pflanzenart ab: Frühblüher schneidet man meist nach der Blüte, sommerblühende Gehölze eher im zeitigen Frühjahr. Ziel ist es, eine schöne Form zu erreichen, die Blühfreudigkeit zu fördern, das Eindringen von Licht zu verbessern und kranke oder abgestorbene Pflanzenteile zu entfernen.

Geophyt

Pflanze, die unterirdische Speicherorgane wie Knollen, Zwiebeln oder Rhizome nutzt, um den Winter zu überdauern.

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Geophyten sind Pflanzen, die schwierige Jahreszeiten wie Winter oder Trockenzeiten über unterirdische Speicherorgane überdauern. Dazu zählen Knollen, Zwiebeln, Rhizome oder Wurzelknollen, in denen Wasser und Nährstoffe gespeichert werden. Im Frühling treiben sie aus diesen Organen neue Triebe und Blätter aus, während die oberirdischen Pflanzenteile während der ungünstigen Jahreszeit absterben. Geophyten sind in naturnahen Gärten und wilden Wiesen besonders wichtig, weil sie früh blühen und so Nektar und Pollen für Insekten bereitstellen.


Hinweis: Nach der Blüte sollte das Laub der Pflanzen stehen bleiben, damit die Nährstoffe noch in die unterirdischen Speicherorgane eingelagert werden können.

H

Hecke

Eine Hecke ist eine linienförmige, dichte, meist mehrreihige Pflanzung aus Gehölzen (Sträucher und Bäume) und dient traditionell zur Einfriedung und zum Sichtschutz. Eine Hecke hat darüber hinaus aber auch eine große ökologische Bedeutung im Garten.

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Eine Hecke sorgt für ein positives Kleinklima im Garten, indem sie Schadstoffe filtert, Lärm dämmt und Schatten spendet. Vögel und kleine Säugetiere finden dort Schutz vor Feinden und Brutstätten. Außerdem dienen Hecken aus heimischen Sträuchern als Nahrungsquelle: zur Blütezeit bieten sie Nahrung für Bestäuber und die Früchte sind später wertvoll für Vögel, ebenso dienen sie als Raupenfutter. Die meisten modernen Hecken bestehen aus exotischen Pflanzen, die wenig Nutzen für unsere heimische Tierwelt haben (z.B. Rhododendron, Kirschlorbeer, Zierkirsche). Deswegen ist bei der Neuanlage unbedingt auf die Verwendung heimischer Gehölze zu achten, diese sind zudem angepasster an das hiesige Klima und benötigen somit weniger Pflege. In jedem Fall sollte eine Hecke nicht in der Brutzeit der Vögel beschnitten werden (1. März – 15. September)!

Mehr Tipps zur Anlage einer Hecke:

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologi...

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologi...

Honigbiene

Die Honigbiene ist ein staatenbildendes Insekt, das Blüten bestäubt und Honig produziert. Sie ist als Nutztier nicht bedroht. 

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Die Honigbiene (Apis mellifera) ist ein soziales Insekt, das von Menschen zur Honig- und Wachsproduktion gehalten wird. Sie lebt in organisierten Völkern mit Königin, Arbeiterinnen und Drohnen und sammelt Nektar und Pollen zur Versorgung ihres Stocks. In Deutschland gibt es keine wildlebenden Honigbienen mehr. Aus naturnaher Gartensicht sollte bedacht werden, dass Honigbienen die zum Teil bedrohten Wildbienen bei Futterknappheit verdrängen können, da sie in großen Mengen Nektar und Pollen sammeln. Hinzu kommt eine hohe Dichte an Bienenstöcken durch steigene Hobbyimker:innen. In einem ökologisch orientierten Garten sollte daher Wert auf blütenreiche Lebensräume für Wildbienen und andere Bestäuber gelegt werden. 

Humus

Humus ist die organische Substanz im Boden, die durch die Zersetzung von Pflanzen- und Tierresten entsteht und für Fruchtbarkeit und Bodenleben wichtig ist.

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Humus entsteht im Boden durch die natürliche Zersetzung organischer Materialien wie Pflanzenreste, Laub, Mist oder abgestorbene Mikroorganismen. Er verbessert die Bodenstruktur, speichert Wasser und Nährstoffe und fördert das Bodenleben, wie Regenwürmer und Mikroorganismen. In naturnahen Gärten ist Humus besonders für Gemüse, Obst, Stauden und andere Kulturpflanzen wichtig, die nährstoffreiche Böden bevorzugen. Humusaufbau geschieht durch Mulchen, Kompostierung und die Einbringung organischer Materialien, ohne dass chemischer Dünger nötig ist. 

Gleichzeitig kann zu viel Humus in Bereichen, in denen seltene oder konkurrenzschwache Wildpflanzen gedeihen (z. B. Magerrasen, Trockenwiesen oder Sandflächen), die Artenvielfalt verringern, weil stärkere Pflanzen die schwächeren verdrängen. Naturnahes Gärtnern bedeutet daher, Humus gezielt aufzubauen, ohne wertvolle nährstoffarme Lebensräume zu überdüngen, und so ein Gleichgewicht zwischen Fruchtbarkeit und Biodiversität zu erhalten.

Funfact: Ein einziger Teelöffel gesunder Gartenerde kann Milliarden von Mikroorganismen enthalten – Bakterien, Pilze und Kleinstlebewesen, die zusammen Humus aufbauen und Nährstoffe für Pflanzen verfügbar machen. Ohne diese „unsichtbaren Helfer“ würde kaum etwas wachsen!

I

Igel

Der Braunbrustigel ist eine in West- und Mitteleuropa heimische Igelart. Die kleinen Säugetiere sind Insektenfresser und oft in städtischen Gärten zu finden.

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Aufgrund der Intensivierung der Landwirtschaft wird der Igel in Deutschland immmer seltener. Auch in Gärten finden sie immer seltener einen sicheren Unterschlupf für den Winter. Er hält von November bis März Winterschlaf. Der Igel ist gefährdet und steht auf der bundesweiten Vorwarnliste für gefährdete Tierarten.

Der Igel ist nacht- und dämmerungsaktiv und kann in einer Nacht mehrere Kilometer zurücklegen. Dabei sucht er Insekten und deren Larven als Nahrung. Um den Igel zu unterstützen sollte der Garten möglichst naturnah angelegt werden. Dies fördert die Insektenvielfalt und bietet ihm somit Nahrung. Außerdem sollten Laub-, Stein- und Totholzhaufen belassen werden, um ihm Unterschlupf zu bieten. Wilde Ecken mit hohem Gras und/oder Sträuchern sind ebenfalls wichtig für ihn. Es gibt auch künstliche Igelhäuschen, die man im Garten aufstellen kann. Außerdem braucht der Igel neben einem reichhaltigen Insektenangebot auch Wasserstellen, diese sollten regelmäßig gereinigt werden. Der Einsatz von Mährobotern und Laubbläsern hingegen sorgt immer wieder dafür, dass die Igel verletzt werden und verenden.

Funfact: Es gibt insgesamt 34 Igelarten, die in Eurasien und Afrika vorkommen. Darunter sind auch welche die ein glattes Fell haben anstatt der beim Braunbrustigel typischen Stacheln!

Weitere Infos: https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/beho...

Insektenhotel

Ein künstlicher Nistplatz für einzelne Wildbienen- und Wespenarten.

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Ein Insektenhotel, korrekt eigentlich ein Wildbienenhotel, ist ein künstlicher Nistplatz für hohlraumnistende Insekten. Viele handelsübliche Modelle sind jedoch nicht für Wildbienen geeignet, sondern enthalten billiges Füllmaterial wie Stroh und Tannenzapfen. Schlitze für Schmetterlinge sind ebenfalls wenig sinnvoll, denn die wenigen in Deutschland überwinterenden Falter nutzen lieber Keller oder Baumhöhlen. Echte Wildbienenhotels benötigen stabile Hartholzblöcke mit Bohrlöchern oder hohle Pflanzenstängel z.B. aus Schilf oder Bambus. Die Löcher sollten 8 - 20 cm tief sein und einen Durchmesser von 2-9 mm aufweisen. 

Wer anderen Insekten oder Spinnentieren helfen möchte, sollte lieber direkt Laub und Totholz liegen lassen sowie ruhige, wilde Ecken schaffen. Die meisten Wildbienenarten nisten außerdem im Boden, nicht in Hohlräumen wie denen in Insektenhotels. Ein Insektenhotel ist somit kein direkter Artenschutz, sondern bietet nur einzelnen, häufigen Arten eine Zusatzmöglichkeit und den Menschen ein Naturkino vor der Haustür. Naturnahe Gärten sollten vor allem auf bodennahe Nistplätze (z.B. Sandarien) und eine Lebensraumgestaltung mit heimischen Wildpflanzen setzen.

Flyer zu Wildbienen & Insektenhotels

Funfact: Klein aber fein: Baue lieber "Tiny homes" statt des Massenhotels. Letzteres kann zur starken Vermehrung von Parasiten führen und die Gesundheit der Wildbienenbrut gefährden.

Invasiv

Arten, die in ein neues Gebiet eingewandert sind, sich stark ausbreiten und einheimische Pflanzen, Tiere und Ökosysteme gefährden.

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Als invasiv bezeichnet man Pflanzen- oder Tierarten, die außerhalb ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets auftreten, sich dort schnell ausbreiten und einheimische Arten verdrängen oder Lebensräume verändern. Invasive Arten können die Biodiversität reduzieren, heimische Pflanzen und Tiere gefährden und das Gleichgewicht von Ökosystemen stören. Im naturnahen Garten bedeutet der Umgang mit invasiven Arten, diese frühzeitig zu erkennen, ihre Ausbreitung zu kontrollieren und bevorzugt auf heimische oder nicht-invasive Arten zu setzen, um die Stabilität des Gartens und den Nutzen für Tiere und Pflanzen zu erhalten.

Funfact: Eine Möglichkeit mit einigen invasiven Arten umzugehen, ist, sie einfach aufzuessen. Der japanischen Staudenknöterich z. B., der in der Natur schwerwiegende Folgen für die heimische Flora hat, ist essbar.

J

Jauche

Flüssiger, nährstoffreicher Dünger aus pflanzlichen oder tierischen Abfällen, der Pflanzenwachstum fördert.

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Jauche ist ein flüssiger Dünger, der aus fermentierten pflanzlichen Abfällen (z. B. Brennnesseln, Beinwell, Acker-Schachtelhalm) oder tierischem Mist hergestellt wird. Sie enthält viele Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium und wird verdünnt auf Beete oder Pflanzen aufgebracht, um das Wachstum zu fördern. Beim naturnahen Gärtnern wird Jauche als einfache Pflanzenstärkung eingesetzt, da sie schnell verfügbar ist, Bodenorganismen nur kurzfristig belastet und gleichzeitig die Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Dabei ist auf die richtige Verdünnung und Dosierung zu achten, um Überdüngung oder Pflanzenverbrennungen zu vermeiden. Nicht alle Pflanzen mögen Jauche.

Funfact: Den unangenehmen Geruch von Jauche kann man verringern, indem man etwas Gesteinsmehl oder Lehm hinzufügt. Die Jauche über Nacht ausbringen, damit der Geruch verfliegen kann.

K

Käferkeller

Ein künstlich angelegtes Kleinstbiotop um Käfern und anderen Insekten Wohnraum und Nahrung zu bieten.

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Der Käferkeller sollte möglichst in einem schattigen Bereich des Gartens angelegt werden. Dafür wird eine Grube ausgehoben: mindestens 1qm breit und 40-80cm tief. Die Grube wird mit naturbelassenem Totholz befüllt, dies brauchen viele Käfer für ihre Entwicklung. Dies können z.B. sein: Astabschnitte, Rindenstücke, Holzhäcksel und etwas Laub, bis ein kleiner Hügel entsteht. Auch stehendes Totholz sollte integriert werden, z.B. dickere Stämme, hier können u.a. auch Wildbienenarten nisten. Eine Vielfalt an Strukturen fördert die Biodiversität. Auch Erdkröten finden sich gerne in der Grube ein.

Der Käferkeller kann durch dickere Holzstämme oder Steine eingefasst werden. Das Umfeld sollte mit heimischen Pflanzen gestaltet werden um weitere Nahrung zu bieten.Weitere Informationen: https://naturgarten.org/wissen/2024/01/12/der-kaef...

Kohlenstoffsenke

Böden sind der größte terrestrische Kohlenstoffspeicher und somit eine wichtige Kohlenstoffsenke, sie helfen also CO2 in der Atmosphäre zu reduzieren.

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Je mehr und größer (Gehölze) die Vegetation auf einer Fläche, desto besser ist sie in der Lage Kohlenstoff im Boden zu speichern. Dies geschieht dadurch, dass Pflanzen CO2 aus der Luft aufnehmen und als Kohlenstoff binden, welcher anschließend durch Bodenlebewesen in den Boden eingetragen wird, sobald die Pflanzenteile absterben. Wenn ein Boden viel bearbeitet wird, kann allerdings auch CO2 freigesetzt werden, z.B. durch Pflügen auf Äckern oder Entwässerung von Mooren. Damit ein Garten zur Kohlenstoffsenke wird, sollten tiefwurzelnde Pflanzen, insb. Gehölze gepflanzt werden, auf tiefes Umgraben sollte verzichtet werden und offene Stellen sollten gemulcht werden, um das Entweichen von CO2 zu verhindern. Außerdem ist im Naturgarten auf die Verwendung von Torf zu verzichten um die Moore als wichtige Kohlenstoffsenke zu schützen.

Weitere Infos: https://www.umweltbundesamt.de/system/files/medien...

Kompost

Zersetzte Pflanzen- und Küchenabfälle, die im Garten zu fruchtbarer Erde werden und als natürlicher Dünger dienen.

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Kompost entsteht durch die Zersetzung organischer Materialien wie Gartenabfälle (Laub, Rasenschnitt, Grünschnitt) oder pflanzlicher Küchenreste mithilfe von Bodenorganismen, Pilzen und Bakterien. Dabei wird aus Abfall ein wertvoller, krümeliger Humus, der reich an Nährstoffen ist und das Bodenleben stärkt. Kompost verbessert die Bodenstruktur, speichert Wasser, liefert wichtige Pflanzennährstoffe und trägt so zu gesunden, widerstandsfähigen Pflanzen bei. Im naturnahen Garten gilt er als Kreislauf-Dünger, da die Nährstoffe aus dem Garten wieder zurück in den Boden gelangen. 


Funfact
: Der Komposthaufen wird auch als "Speisekammer der Vögel" bezeichnet, da sich dort zahlreiche Insekten, Spinnen und Würmer zur Überwinterung aufhalten.

Kunstdünger

Künstlich hergestellter Dünger, der Pflanzen schnell Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium liefert, dabei aber das Bodenleben gefährden kann.

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Chemischer Dünger ist ein industriell hergestelltes Mittel, das Pflanzen gezielt mit wichtigen Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium versorgt. Anders als organische Dünger liefert er die Nährstoffe meist sehr schnell, ohne dass zersetzende Organismen beteiligt sind. Dies kann zu schnellem Pflanzenwachstum führen, birgt aber Risiken: Überdüngung kann Böden und Gewässer belasten, die Artenvielfalt reduzieren und Nützlinge beeinträchtigen. Beim naturnahen Gärtnern wird daher auf organische Dünger wie Kompost gesetzt, die Nährstoffe langsamer freisetzen und gleichzeitig das Bodenleben auf natürliche Weise fördern.

L

Lichtverschmutzung

Künstliches Licht in der Nacht, das Natur, Tiere, Pflanzen und auch den Menschen stören kann.

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Lichtverschmutzung entsteht auch im kleinen Maßstab, etwa durch Garten- oder Balkonbeleuchtung, die nachts dauerhaft brennt. Sie lockt Insekten an, die dadurch geschwächt oder getötet werden, und stört nachtaktive Tiere wie Fledermäuse oder Igel. Pflanzen können ebenfalls aus dem Rhythmus geraten, wenn sie durch Dauerbeleuchtung am Austreiben oder Blühen gehindert werden. Für den Menschen wirkt zu viel künstliches Licht ebenfalls unruhig und kann Schlafprobleme verstärken. Beim naturnahen Gärtnern achtet man deshalb auf gezielten Einsatz von Licht: nur wenn nötig, warmweißes Licht statt greller Strahler, nach oben abgeschirmte Lampen und möglichst kurze Einschaltzeiten – so bleibt die Nacht auch auf dem Balkon und im Garten ein geschützter Lebensraum.


Funfact:
Rund zwei Drittel aller Tierarten weltweit sind nachtaktiv. Das betrifft nicht nur viele Insekten, sondern auch zahlreiche Säugetiere, Amphibien und sogar Pflanzen, die sich auf Bestäubung in der Nacht eingestellt haben.

M

Magerbeet

Ein sonniges Beet mit nährstoffarmem Boden oder mineralischem Substrat, in dem heimische Wildpflanzen wachsen, die wenig Pflege brauchen und für Biodiversität sorgen.

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Ein Magerbeet ist ein, meist speziell angelegter, Gartenbereich mit armen, meist mineralischen Böden oder Substraten (z. B. Sand, Kies, Schotter) und sehr geringer Nährstoffzufuhr. Nur bei der Anlage wird in manchen Fällen eine dünne Kompostschicht eingebracht, um gute Startbedingungen für die jungen Pflanzen oder die Aussaat zu schaffen.

Typische Merkmale eines Magerbeets sind:

  • Standort in voller Sonne (wenig Schatten)
  • guter Wasserabzug (keine Staunässe)
  • Einsatz von Pflanzen, die an nährstoffarme Bedingungen und Trockenheit angepasst sind (Wildstauden, Kräuter, heimische Arten)
  • in den ersten Jahren verstärkte Pflege (z. B. Jäten von konkurrenzstarken Ruderalpflanzen), später eher geringe Pflege erforderlich

Ein Magerbeet bietet ökologisch wertvolle Funktionen: es fördert die Artenvielfalt, zieht Insekten an (z. B. Wildbienen, Schmetterlinge), ist pflegeleicht und dient als Alternative zu stark gedüngten Vorgärten oder monotonen Rasenflächen.

Funfact: Wildblumenwiesen benötigen für eine hohe Artenvielfalt ebenfalls einen mageren Boden. Hierfür wird vorab häufig mit Sand abgemagert.

Mähen

Mähen ist das großflächige, tiefe Abschneiden von Gras, Getreide und Kräutern mittels Rasenmäher, Sense oder größeren Maschinen. In einem Naturgarten wird selteneres Mähen angeregt, um den Lebensraum Wiese zu schützen.

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Ein perfekter englischer Rasen sieht zwar ordentlich aus, bietet aber keinen Lebensraum für Tiere. Wenn man den Rasen seltener mäht, können sich blühende Kräuter im Rasen ansiedeln, diese bieten Nahrung für zahlreiche Insekten wie Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge (inkl. Raupen). Außerdem bietet etwas höher gewachsenes Gras Schutz für kleinere Säugetiere wie Igel und Spitzmaus, diese können sich dann geschützt vor Feinden von einem Unterschlupf zum nächsten bewegen. Ein menschengemachter Feind für Säugetiere und Insekten sind Mähroboter, diese können die Tiere einsaugen und töten. Außerdem schneiden diese das Gras selbst in der höchsten Einstellung meist viel zu kurz, wodurch keinerlei Lebensraum bleibt. Übrigens benötigt ein kurzer Rasen auch deutlich mehr Wasser als ein höherer.

Wenn gemäht wird, sollte der Rasenmäher auf die höchste Stufe gestellt werden. Außerdem sollte die erste Mahd im Juni erfolgen, wenn die meisten Raupen sich bereits verpuppt und die ersten Wildblumen sich ausgesät haben. Wenn eine kurze Rasenfläche nötig ist, sollten Inseln und Randbereiche stehen gelassen werden, und gestaffelt gemäht werden, sodass Tiere einen Ausweichort haben. Um besonders schonend zu Mähen, kann man sich auch mal an der Sense probieren!

Funfact: Seit 2019 gibt es die aus Großbritannien stammende Kampagne „No mow may“, die dazu aufruft im Mai mal den Rasenmäher stehen zu lassen. Wer sich noch nicht traut öfter aufs Mähen zu verzichten, mag vielleicht wenigstens bei dieser Aktion mitmachen.

Weitere Infos:

https://hessen.nabu.de/naturundlandschaft/natursch...

https://hessen.nabu.de/naturundlandschaft/natursch...

Mineralischer Dünger

siehe Kunstdünger

Moin

Ein norddeutsches Hallo, das zu jeder Tageszeit passt –  freundlich, aber ohne großes Tamtam.

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Moin ist ein einfacher Gruß aus Norddeutschland, den man zu jeder Tages- und Nachtzeit sagen kann – quasi das Schweizer Taschenmesser unter den Begrüßungen. Er wird aber auch in angrenzenden Regionen verwendet: in Süd-Dänemark („mojn“), in Luxemburg („Moien“), vereinzelt in der Schweiz sowie in den nordöstlichen Niederlanden („moi“, „amoin“, „mojen“) und bei den Kaschuben in Nordpolen („mòjn“). Varianten wie „moins“ oder „moinz“ gibt es ebenfalls in der Schweiz. Moin ist kurz, unkompliziert und direkt – ganz typisch nordisch, ohne viel Aufhebens, aber trotzdem freundlich.

Mulch

Organisches Material, wie Grasschnitt, Laub, Stroh, welches auf offene Stellen im Beet aufgetragen wird.

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Durch Mulch wird Feuchtigkeit im Boden gehalten, außerdem bietet es Lebensraum für Kleinstlebewesen und Pilze. Diese Bodenlebewesen, z.B. Regenwürmer, arbeiten das Material in den Boden ein und verbessern somit die Bodenstruktur und -fruchtbarkeit. Außerdem kann Mulch „Unkraut“-wachstum eindämmen.

Ein sogenannter „lebendiger Mulch“ kann durch Bodendecker geschaffen werden, diese wachsen zwischen anderen Pflanzen und dienen als Schutz für den Boden.

Weitere Infos: https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologi...

Muttererde

Muttererde oder Mutterboden ist fruchtbare Erde mit einem relativ hohen Humusanteil, sie ist in einem Naturgarten aber eher kontraproduktiv.

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Muttererde wird bei einer Gartenneuanlage oft kubikmeterweise angeliefert. Sie dient als Oberboden und soll Pflanzen viele Nährstoffe liefern. Dies ist in einem Nutzgarten oder bei der Pflanzung exotischer Pflanzen auch sinnvoll. Wenn man ein Beet mit heimischen Pflanzen anlegen möchte, sollte man hingegen eher auf einen mageren Boden setzen, da dadurch die Biodiversität erhöht wird. Oft ist Mutterboden auch voller Samen von ungewollten Beikräutern, die später dann mühselig gejätet werden müssen. Somit kann man sich die Anlieferung von Muttererde in einem Naturgarten sparen.

N

Nährstoffe

Stoffe aus Boden, Wasser oder Dünger, die Pflanzen, Pilze und Tiere für Wachstum und Leben brauchen. Ihre Verfügbarkeit beeinflusst, welche Arten in einem Lebensraum vorkommen.

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Nährstoffe sind chemische Elemente oder Verbindungen, die Pflanzen, Pilze und Tiere für Wachstum, Energiegewinnung und Fortpflanzung brauchen. Sie stammen aus Boden und Wasser oder werden durch Zersetzung organischer Materialien verfügbar. Wichtige Pflanzennährstoffe sind z. B. Stickstoff (Wachstum), Phosphor (Wurzel- und Blütenbildung), Kalium (Stabilität und Widerstandskraft), Calcium, Magnesium sowie verschiedene Spurenelemente wie Eisen oder Bor. Die Menge und Art der Nährstoffe beeinflussen, welche Arten sich an einem Standort durchsetzen: nährstoffreiche Böden begünstigen wenige, konkurrenzstarke Arten, nährstoffarme dagegen oft eine größere Vielfalt spezialisierter Arten. Beim naturnahen Gärtnern werden Nährstoffe bevorzugt über Kompost, Mulch oder andere organische Quellen bereitgestellt.

Funfact: Viele sonnenhungrige heimische Wildpflanzen benötigen eher magere, nährstoffarme Böden, um zu voller Schönheit und Blüte zu gelangen. Deswegen werden Böden für Wildblumenwiesen häufig vorab mit Sand abgemagert.

naturnah

Naturnah bedeutet laut Duden „der Natur entsprechend, ihre Bedingungen berücksichtigend“. 

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Eine naturnahe Gestaltung schließt ein, dass der jahreszeitliche Verlauf der Natur berücksichtigt und natürliche Prozesse zugelassen werden. Dabei werden neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen und die Biodiversität gefördert. Eine naturnahe Gestaltung erfolgt mit heimischen Pflanzenarten, die an die jeweiligen Umweltbedingungen angepasst sind.

Diese Definition wurde in Zusammenarbeit von NABU Hamburg, NaturGarten e.V. Regionalgruppe Hamburg und der Loki Schmidt Stiftung erarbeitet. Weitere Informationen und Tipps zum naturnahen Gärtnern gibt es u.a. auf den Seiten unserer Kooperationspartner:

www.nabu.de/gartenreich

www.naturgarten.org


Neophyt

Unter Neophyten werden Pflanzen verstanden, die direkt oder indirekt, bewusst oder unbewusst vom Menschen nach 1492, dem Jahr der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, in Gebiete eingeführt wurden, in denen sie natürlicherweise nicht vorkamen.

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Das Jahr 1492 ist nicht nur für die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus von Bedeutung. Durch den weltweiten Waren- und Personenverkehr haben sich die gebietsfremden Arten schnell ausbreiten können. In Deutschland etablierte Neophyten wurde zur Hälfte beabsichtigt eingeführt; die meisten davon als Zierpflanzen (insgesamt circa 30 Prozent aller Neophyten), der Rest als land- und forstwirtschaftliche Nutzpflanzen (20 Prozent der Neophyten, bekannte Beispiele sind die Kartoffel, der Mais und die Tomate). Die anderen 50 Prozent wurden unbeabsichtigt eingeführt. Problematisch sind Neophyten insbesondere dann, wenn sie sich invasiv verhalten, d.h. ungehindert ausbreiten. Die Standortbedingungen, die sie vorfinden, stimmen besonders gut überein mit ihren Anforderungen. Sie besetzen eine bisher unbesetzte „Lücke“ oder haben keine Fraßfeinde (Schädlinge). Bestimmte Arteigenschaften wie eine hohe Samenproduktion, eine starke Wuchskraft oder Toleranz gegenüber Störungen bzw. Bevorzugung von Nährstoffreichtum scheinen einen besonderen Konkurrenzvorteil darzustellen. Auch findet häufig eine schnellere Anpassung an die neue Umwelt statt, dies begünstigt ebenfalls die Invasivität von Arten. Insekten, die auf bestimmte heimische Pflanzen als Nahrungslieferant spezialisiert sind (siehe oligolektisch), finden in gebietsfremden Pflanzen keine Nahrung. Das betrifft mehr als 30 Prozent unserer Wildbienenarten.

Quelle und weiterführende Hinweise:

https://www.lfu.bayern.de/natur/neobiota/neophyten...

https://www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/beho...

O

Ökosystem

Das Zusammenspiel von Lebewesen und ihrer Umwelt, die sich gegenseitig beeinflussen und gemeinsam ein Ganzes bilden.

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Ein Ökosystem ist das Netzwerk aus Pflanzen, Tieren, Pilzen, Mikroorganismen und ihrer unbelebten Umwelt (wie Boden, Wasser, Luft, Klima), die in Wechselbeziehungen zueinander stehen. Jede Art erfüllt darin eine bestimmte Rolle, etwa als Nahrung, Bestäuber oder Zersetzer, und trägt zum Gleichgewicht des Ganzen bei. Die Verfügbarkeit von Licht, Wasser und Nährstoffen sowie das Klima bestimmen, welche Lebensgemeinschaften sich bilden. So entstehen Ökosysteme in ganz unterschiedlichen Größen, von einem Gartenteich über eine Blumenwiese bis hin zum Wald. Beim naturnahen Gärtnern versucht man, das eigene Stück "Land" als kleines Ökosystem zu verstehen und zu fördern, statt es gegen die Natur zu gestalten.

Funfact: Im Ökosystem gehören vom Menschen als "Schädlinge" bezeichnete Arten dazu. Sie werden von Nützlingen als Nahrung aufgefressen (Beispiel: Blattläuse und Marienkäfer).

oligolektisch

Bezeichnung für Wildbienenarten, die Pollen nur von wenigen, ganz bestimmten Pflanzen sammeln.

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Oligolektisch nennt man Wildbienen, die sich auf den Pollen bestimmter Pflanzenfamilien oder -gattungen spezialisiert haben. Im Gegensatz zu „polylektischen“ Arten wie z.B. der Honigbiene, die aus vielen Blüten Pollen sammeln, sind oligolektische Bienen oft abhängig von nur wenigen Pflanzenarten, z. B. Glockenblumen-, Korbblütler- oder Weidenarten. Diese Spezialisierung macht sie besonders wertvoll für die Bestäubung, aber auch anfällig: Verschwinden ihre bevorzugten Futterpflanzen durch intensive Landwirtschaft oder Garten­gestaltung, verlieren sie ihre Lebensgrundlage. Im naturnahen Garten bedeutet das: Wer bestimmte Blühpflanzen anbaut, kann gezielt solche spezialisierten Wildbienen fördern und so die Artenvielfalt unterstützen.

Funfact: Wer heimische Glockenblumen im Garten oder auf dem Balkon hat, kann in den Blüten im Sommer die Glockenblumen-Scherenbiene auch mal schlafend vorfinden.

Organischer Dünger

Natürliche Nährstoffquelle für Pflanzen, z. B. Kompost oder Mist, die Bodenleben und Biodiversität fördert.

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Organischer Dünger besteht aus natürlichen Materialien wie Kompost, Mist, Pflanzenresten oder Mulch. Viele organische Dünger wirken als Langzeitdünger, das heißt, sie geben ihre Nährstoffe langsam über Wochen oder Monate ab, sodass Pflanzen kontinuierlich versorgt werden. Gleichzeitig stärkt organischer Dünger das Bodenleben (Mikroorganismen, Regenwürmer und andere Bodenbewohner), verbessert die Bodenstruktur und fördert die Biodiversität. Beim naturnahen Gärtnern wird organischer Dünger bevorzugt, weil er gesunde Böden aufbaut, das Ökosystem unterstützt und Pflanzen auf natürliche Weise nährt.

P

Pionierpflanzen

Pflanzen, die als Erste in neuen oder gestörten Lebensräumen wachsen und den Boden für andere Arten vorbereiten.

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Pionierpflanzen sind die „Erstbesetzer“ von kahlen oder gestörten Flächen wie Schotterplätzen, gerodeten Flächen oder nach Überschwemmungen / Bränden. Sie wachsen schnell, blühen früh und bilden viele Samen. Viele Pionierpflanzen sind kurzlebig, also ein- oder zweijährig, und überstehen auch schwierige Bedingungen wie Sonne, Trockenheit oder wenig Nährstoffe. Durch ihr Wachstum lockern sie den Boden auf, hinterlassen Humus und bereiten den Weg für anspruchsvollere Pflanzen. Zu Ihnen gehören auch viele typische "Unkräuter". Die Pionierpflanzen auf von Menschen gestörten Flächen werden als "Ruderalpflanzen" bezeichnet. Sie wachsen auch auf nährstoffreichen Böden. 

R

Raupenfutterpflanzen

Raupenfutterpflanzen sind entscheidend für die Schmetterlingspopulation, da Schmetterlingsraupen oft nur bestimmte Pflanzen fressen (können).

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Es gibt Raupen, die weniger wählerisch sind, doch die Mehrheit aller Schmetterlingsraupen ist hochspezialisiert und angewiesen auf bestimmte Pflanzenarten. Dabei sind heimische Arten entscheidend, da die Raupen nicht an Exoten angepasst sind. So bietet der hübsche Schmetterlingsflieder beispielsweise keine Nahrung für Raupen und ist somit auch nicht für die Schmetterlingspopulation entscheidend. Stattdessen sollten eher Weiden und Schlehen gepflanzt werden, diese sind wichtige Gehölze für Raupen. Brennnesseln dienen vielen hübschen Tagfaltern als Raupenfutter und der Zitronenfalter ist auf den Faulbaum angewiesen. Wer also Schmetterlinge in seinem Garten haben möchte, sollte hier und da Ecken mit „Unkraut“ stehen lassen und heimische Gehölze pflanzen.

Eine Übersicht über Raupenfutterpflanzen findet sich hier: https://www.bund-rlp.de/themen/tiere-pflanzen/schm...

Regional

Pflanzenarten oder Saatgut, das aus einer bestimmten Region stammt – z. B. aus dem nordwestdeutschen Tiefland – und besonders gut an Klima, Boden und Ökosystem angepasst ist.

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Regional bedeutet, dass Pflanzen aus einer bestimmten Gegend stammen, zum Beispiel aus dem nordwestdeutschen Tiefland, zu dem Hamburg gehört. Sie sind besonders gut an das Klima, den Boden und die Tiere vor Ort angepasst. Auch Pflanzen derselben Art können sich von Region zu Region leicht unterscheiden – sie haben kleine genetische Unterschiede, die sie widerstandsfähiger machen oder den Wuchs und Blühzeitpunkte beeinflussen. Wer regionales Saatgut verwendet, hilft, die Biodiversität zu erhalten und unterstützt einheimische Tiere.

Funfact: Deutschland hat zwar 16 Bundesländer aber 21 Ursprungsgebiete für regionale Saaten. Mehr Infos findet man auf der Seite des Bundesamts für Naturschutz: https://geodienste.bfn.de/gebietseigenessaatgut?la... (letzter Abruf vom 16.09.2025)

Ruderalpflanzen

Pflanzen, die auf von Menschen gestörten Standorten wie Schuttplätzen, Wegrändern, Baulücken oder in Beeten nach dem Umgraben wachsen und dort schnell neue Flächen besiedeln.

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Ruderalpflanzen sind Pflanzenarten, die sich besonders gut an gestörte oder vom Menschen veränderte Standorte angepasst haben, z.B. Wegränder, Schutthalden, Brachen oder Pflasterfugen. Sie keimen und wachsen rasch, sind oft robust gegenüber Trockenheit, Nährstoffschwankungen und Trittbelastung. 

Viele Ruderalpflanzen sind robust, wachsen schnell und bilden Unmengen an Samen, das macht sie zu guten Überlebenskünstlern, aber auch zu Pflanzen, die andere Arten leicht verdrängen. Typische Beispiele sind Brennnessel, Disteln oder Melde. Sie bieten zwar Nahrung für Insekten und Lebensraum für Tiere, können aber im Beet oder in einer Blumenwiese dazu führen, dass die Vielfalt sinkt, weil schwächere Arten keinen Platz mehr finden. Deshalb gilt im naturnahen Garten: Ruderalpflanzen nicht pauschal bekämpfen, aber ihre Ausbreitung im Blick behalten und dort regulieren, wo sie das Gleichgewicht stören, ganz ähnlich wie beim Umgang mit sogenannten „Unkräutern“.

Der Begriff wird häufig mit Pionierpflanzen verwechselt, da beide Gruppen neue oder karge Flächen besiedeln. Der Unterschied:

  • Mit Pionierpflanzen sind die ersten Arten auf natürlichen, offenen Flächen (z. B. nach einem Erdrutsch oder Brand) gemeint.
  • Ruderalpflanzen dagegen nutzen vor allem vom Menschen gestörte oder aufgeschüttete Böden.

S

Saatgut

Saatgut ist nicht gleich Saatgut. Im Naturgarten ist die Auswahl von Saatgut mit gebietseigener Herkunft besonders wichtig.

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Beim Kauf von Saatgut ist entscheidend, dass man auf die regionale Herkunft achtet. Dazu sollte man zunächst wissen in welcher Region man sich befindet. Gebietseigenes Saatgut trägt dazu bei, die genetische Vielfalt von Pflanzen zu erhalten, wodurch Arten besser an das Klima angepasst sind und eine höhere Resilienz aufweisen. Außerdem wird dadurch die Biodiversität erhöht und die Insekten der Region finden Nahrung in den regionalen Pflanzen.

In vielen konventionellen Mischungen, die teils als „bienenfreundlich“ betitelt werden, finden sich oft Neophyten, die wenig zur heimischen Artenvielfalt beitragen. Somit sollte nur Saatgut von zertifizierten Händlern gesät werden und eine Artenliste sollte aufgeführt sein. Eine Liste zertifizierte Händler findet sich auf dieser Website unter „Bezugsquellen“.

Sandarium

Eine offene Sandfläche im Garten, die Wildbienen und anderen Insekten als Nistplatz dient.

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Ein Sandarium ist eine gezielt angelegte Sandfläche im Garten oder auf dem Balkon, die vor allem Wildbienen und anderen bodennistenden Insekten als Lebensraum dient. Denn nicht nur Futtermangel, sondern auch der Mangel an Nistplätzen bedrohen unsere heimischen Insekten. Viele Wildbienenarten graben ihre Brutröhren in offenen, lockeren Sandboden. In normalen Gärten fehlen solche Stellen oft, da Beete bepflanzt oder Rasen dicht bewachsen sind. Ein Sandarium besteht aus einer sonnigen, unbewachsenen Fläche mit feinem bis grobem Sand (0,1–2 mm) oder Sand-Kies-Gemisch (Kies bis 4 mm), mindestens 30–50 cm tief, damit die Tiere ihre Gänge anlegen können. Der Sand darf nicht gewaschen sein (kein Spielsand), sondern braucht Lehmanteile um formstabil zu sein. So können die Bienen graben, ohne dass die Gänge einstürzen. Ein Sandarium ist pflegeleicht, darf aber nicht bepflanzt (ggf. nur einzelne Magerarten) oder ständig gegossen werden. 


Funfact
: Ungefähr 75 % der Wildbienen nisten im Boden und nicht in Insektenhotels. 

Weitere Tipps zur Anlage und richtigen Sandwahl finden sich hier: http://nabu-zukunftsgarten.de/aktuelles/ein-sandar...

Schädlinge

Bezeichnung für Tiere, die Pflanzen im Garten schaden können – eigentlich aber nur ein menschlicher Blickwinkel, denn jedes Tier hat auch eine Rolle im Ökosystem.

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Als „Schädlinge“ bezeichnet man Tiere wie Blattläuse, Schnecken oder Raupen, die Pflanzen anfressen oder schwächen und im Garten manchmal lästig werden. Aus ökologischer Sicht gibt es jedoch eigentlich keine echten „Schädlinge“, denn alle Organismen sind Teil des Ökosystems und haben dort eine wichtige Aufgabe. Blattläuse sind zum Beispiel Nahrung für Marienkäfer und Vögel, und Schnecken zersetzen abgestorbene Pflanzenreste. Problematisch werden sie erst, wenn ihre natürlichen Fressfeinde fehlen. Im naturnahen Garten geht es deshalb nicht darum, solche Tiere zu vernichten, sondern durch Vielfalt ein Gleichgewicht zu schaffen: Hecken, Wildblumen, Totholzhaufen oder Wasserstellen locken Käfer, Vögel, Igel, Frösche und andere Helfer an, die Blattläuse, Schnecken oder Raupen wieder in Schach halten. So sorgt man dafür, dass das natürliche Netzwerk funktioniert, ganz ohne Gift und ohne die Idee vom „bösen Schädling“. Man möge immer bedenken: Ohne Raupen keine Schmetterlinge!

Funfact: Es gibt Wildpflanzen, die Nacktschnecken nicht sonderlich mögen. Pflanzt man diese gezielt um das wertvolle Gemüse, stehen die Chancen höher, dass die Nutzpflanzen ungehindert wachsen können.

Schnecken

Weichtiere, die sich auf Schleim fortbewegen; Gehäuseschnecken haben ein schützendes Haus, Nacktschnecken nicht.

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Schnecken sind nicht per se „Schädlinge“. Sie zersetzen Material und sind Nahrung für andere Tiere. Nacktschnecken können punktuell Pflanzen schädigen, aber ein naturnaher Garten sorgt über Lebensraumgestaltung für ein Gleichgewicht.

Gehäuseschnecken (z. B. Weinbergschnecke) fressen überwiegend abgestorbene Pflanzenteile und tragen zur Zersetzung und Nährstoffrückführung bei.

Nacktschnecken (z. B. Rote Wegschnecke) bevorzugen frische Blätter, Setzlinge und junge Triebe, können also Pflanzen teilweise stark schädigen.

Für ein naturnahes Gartenmanagement ist es wichtig natürliche Fressfeinde (z. B. Igel, Vögel, Laufkäfer) zu unterstützen, statt chemische Mittel einzusetzen.

Förderung natürlicher Fressfeinde

  1. Strukturreiche Gärten: Laubhaufen, Steinhaufen, Totholz oder Hecken bieten Unterschlupf für Igel und Laufkäfer.
  2. Wasserstellen und Vogelgehölze: Locken Vögel an.
  3. Keine chemische Schneckenbekämpfung: Schont die natürlichen Fressfeinde und das Gleichgewicht im Garten.

Funfact: Schnecken können dank ihres Schleims sogar über raue oder scharfe Kanten kriechen, theoretisch könnten sie sogar über eine Rasierklinge glitschen! Ihre Schleimspuren helfen außerdem dabei ihr Versteck oder Nahrung zu finden. 

Schwebfliegen

Eine Insektenfamilie der Ordnung Zweiflügler. Sie gehören mit den Bienen zu den wichtigsten Bestäubern.

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Schwebfliegen werden oft vergessen, wenn man von Bestäubern spricht, doch sind sie mit 467 Arten in Deutschland vielfach vertreten. Sie sind durchaus faszinierend, da sie oft das Aussehen von Bienen und Wespen annehmen, um abzuschrecken (Mimikry), dabei sind sie aber ganz harmlos. Während ausgewachsene Tiere sich von Nektar und Pollen ernähren, ist die Nahrung der Larven vielfältiger, wobei viele räuberisch sind und z.B. Blattläuse fressen. Interessant ist auch, dass viele Schwebfliegenarten wandern, so können sie für den Winter von Mitteleuropa über die Alpen bis in die Mittelmeerregion ziehen.

Funfact: Namensgebend für Schwebfliegen ist ihre Fähigkeit durch 300 Flügelschläge pro Sekunde kolibriartig in der Luft zu stehen, zu „schweben“.

Weitere Infos: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-un...

Sorten

Eine durch Züchtung oder Auswahl entstandene Form einer Pflanzenart mit bestimmten, gleichbleibenden Eigenschaften (z. B. Farbe, Geschmack, Wuchs).

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Eine Sorte ist eine vom Menschen gezüchtete oder ausgewählte Variante innerhalb einer Pflanzenart. Sie bleibt über viele Generationen in ihren Merkmalen stabil, etwa in Blütenfarbe, Geschmack, Fruchtgröße oder Wuchshöhe. Sorten können im Garten Vorteile bringen, etwa durch höhere Erträge, besondere Robustheit oder regionale Anpassung. Allerdings sind nicht alle Sorten für die Natur gleich wertvoll: gefüllte Blüten etwa sehen zwar dekorativ aus, bieten Insekten aber keine Nahrung. Auch stark überzüchtete Sorten können ökologisch weniger nützlich sein, da sie oft sterile Samen bilden oder von Schädlingen und Krankheiten abhängiger sind. Beim naturnahen Gärtnern bevorzugt man daher Wildformen, diese sind am besten angepasst. Wenn doch auf Sorten zurückgegriffen wird, dann sollten hier alte, vielfältige und insektenfreundliche Sorten gewählt werden. Sie tragen zur biologischen Vielfalt bei und unterstützen die heimische Tierwelt. 

Funfact: Die Vogelkirsche ist die Wildform unserer heutigen Süßkirsche. Die Früchte schmecken süß-bitter, eignen sich jedoch gut für Marmeladen, Säfte oder Kuchen.

Standorttypisch

Arten, die natürlicherweise in einer bestimmten Region vorkommen und dort über lange Zeit ohne menschliches Zutun gelebt haben.

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Standorttypisch sind regional vorkommende Pflanzen- und Tierarten, die von Natur aus in einem bestimmten Naturraum über lange Zeiträume dort gelebt haben, ohne dass der Mensch sie eingeführt hat. Zeitlich gesehen geht man auf das Jahr der Entdeckung Amerikas (1492) zurück. Die Arten, die vorher vorhanden waren, sind an die lokalen klimatischen Bedingungen, Böden und Ökosysteme besonders gut angepasst und spielen eine wichtige Rolle für die Biodiversität. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für andere Lebewesen und tragen zu stabilen Ökosystemen bei. Beim naturnahen Gärtnern wird auf solche (heimische) Arten gesetzt, weil sie wenig Pflege benötigen, das lokale Gleichgewicht unterstützen und für (spezialisierte) Insekten, Vögel und andere Tiere besonders wertvoll sind.

Stauden

Mehrjährige Pflanze, die jedes Jahr aus dem Wurzelstock neue Triebe bildet, während die oberirdischen Teile meist über den Winter absterben.

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Stauden sind Pflanzen, die über mehrere Jahre leben. Im Unterschied zu einjährigen Pflanzen sterben bei ihnen die oberirdischen Pflanzenteile oft im Herbst oder Winter ab, während der Wurzelstock, Rhizome oder andere unterirdische Speicherorgane überdauern. Im Frühling treiben sie aus diesen Organen neue Triebe und Blätter aus. Stauden können krautig oder halbstrauchig sein und bilden oft langlebige, stabile Pflanzengemeinschaften in Beeten, Wiesen oder naturnahen Gärten. Sie sind wertvoll für den naturnahen Garten, da sie Lebensraum und Nahrung für Insekten bieten und das Ökosystem über Jahre hinweg stabilisieren.

Funfact: Die besten Insektenhotels sind die vertrockneten Blütenstände der Stauden, wenn man sie über den Winter im Garten stehen lässt.

Substrat

Wachstumsgrundlage für Pflanzen, meist aus Erde, Kompost oder anderen natürlichen Materialien, die Halt, Wasser und Nährstoffe bieten.

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Substrat bezeichnet im naturnahen Gärtnern das Material, in dem Pflanzen wurzeln und wachsen. Es kann aus nährstoffreichen oder nährstoffarmen Böden, Kompost, Sand, Kies, Holzstücken oder anderen natürlichen Bestandteilen bestehen. Die Wahl des Substrats hat großen Einfluss auf die Zusammensetzung der Pflanzen- und Tierwelt:

- Nährstoffreiche Substrate (z. B. humusreiche Erde oder Kompost) fördern kräftiges Pflanzenwachstum, begünstigen aber meist konkurrenzstarke Arten.

- Nährstoffarme, mineralische Substrate (z. B. Sand, Kies, Schotter) ermöglichen eine größere Artenvielfalt, da auch konkurrenzschwache und spezialisierte Pflanzen hier eine Chance haben.

Spezielle Substrate wie Holzhackschnitzel oder Totholz schaffen zusätzlich Lebensräume für Pilze, Insekten und Mikroorganismen.

Im Topf oder Kübel spielt vor allem die Struktur des Substrats eine Rolle: Es muss locker genug sein, damit Luft an die Wurzeln gelangt und überschüssiges Wasser abfließen kann, zugleich aber auch genügend Feuchtigkeit und Nährstoffe speichern. Deshalb bestehen gute Topfsubstrate meist aus einer Mischung von Kompost, Erde und mineralischen Anteilen wie Sand oder Blähton.

T

Torf

Zersetztes Pflanzenmaterial aus Mooren, das früher als Bodenverbesserer oder Brennstoff genutzt wurde.

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Torf entsteht in Mooren, wenn Pflanzenreste über lange Zeit unter Wasser und Sauerstoffmangel nur teilweise zersetzt werden. Dabei sammelt sich eine dicke Schicht organischen Materials an, die reich an Kohlenstoff ist. Historisch wurde Torf als Brennstoff oder zur Verbesserung von Gartenböden verwendet, weil er Wasser speichern kann. Aus naturnaher Sicht ist Torf problematisch: Seine Gewinnung zerstört Moore, wichtige Kohlenstoffspeicher und Lebensräume für viele Pflanzen und Tiere. Im naturnahen Garten oder auf dem Balkon sollte also nur torffreie Gartenerde genutzt werden. 

Totholz

Abgestorbene Äste, Baumstämme oder Wurzeln, die im Garten oder Wald liegen und vielen Tieren, Pilzen und Mikroorganismen Lebensraum bieten.

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Totholz bezeichnet abgestorbene Teile von Bäumen und Sträuchern, wie Äste, Stämme oder Wurzeln. Obwohl sie nicht mehr wachsen, sind sie ökologisch extrem wertvoll:

  • Lebensraum für Insekten, Spinnen, Pilze, Flechten, Vögel und Kleinsäuger.
  • Nährstoffquelle: Pilze und Bakterien zersetzen das Holz und geben Nährstoffe langsam an den Boden ab.
  • Bodenschutz: Liegendes Totholz kann Erosion verhindern, Wasser speichern und Mikroklima schaffen.

Im naturnahen Garten wird empfohlen, Totholz bewusst liegen zu lassen, statt es zu entfernen. Man kann auch gestalterische Strukturen wie Totholzhecken oder Asthaufen mit ihm anlegen. So wird die Artenvielfalt gefördert und natürliche Kreisläufe unterstützt.

Funfact: Sogar auf dem Balkon kann man Totholz integrieren, z.B. einen alten Baumstumpf mit Käferfraßgängen (natürliche Insektenhotels)!

Trittsteinbiotop

Kleine naturnahe Fläche, die Tiere zwischen größeren Lebensräumen nutzen, um sich zu bewegen oder Nahrung zu finden.

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Ein Trittsteinbiotop ist eine kleine, isolierte Fläche, die ökologisch wertvoll ist und Tieren und Pflanzen als „Zwischenstation“ zwischen größeren Lebensräumen dient. Solche Biotope können Hecken, Wildblumenstreifen, Teiche oder ungemähte Wiesenstücke in Gärten sein. Aber auch ein naturnaher Balkon kann als Mini-Trittsteinbiotop dienen. Trittsteinbiotope ermöglichen es Tieren, sich sicher von einem Lebensraum zum nächsten zu bewegen, Nahrungsquellen zu nutzen oder Unterschlupf zu finden. Besonders in Gärten und Siedlungen tragen sie dazu bei, die Biodiversität zu erhöhen und Lebensräume miteinander zu vernetzen, auch wenn die Flächen selbst klein sind. 

Funfact: Während viele Schmetterlingsarten auf kurzen Distanzen unterwegs und damit auf Trittsteinbiotope angewiesen sind, kann der Distelfalter bis zu 4.200 Kilometer über den Atlantik fliegen.

Trockenmauer

Trockenmauern sind Mauern aus Steinen, die ohne Bindemittel aufgeschichtet werden.

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Mit Trockenmauern lassen sich Höhenunterschiede überwinden, verschiedene Ebenen schaffen und Beete einfassen. Trockenmauern bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und sind dekorative Elemente in einem naturnahen Garten. Insbesondere an sonnigen Standorten sind sie ein willkommenes Refugium für wärmeliebende Tiere und Pflanzen und bei entsprechender Bauweise auch ein schöner zusätzlicher Sitzplatz für den Menschen. Wichtig ist, dass die Steine ohne Mörtel o.ä. trocken aufeinander gebaut werden. Dafür bieten sich insbesondere Recyclingmaterialien an, wie z.B. nicht mehr benötigte Wegeplatten, Backsteine oder Findlingssteine vom Acker. In Norddeutschland kennt man Trockenmauern auch unter dem Begriff Friesenwall.

Weiterführende Hinweise und Bauanleitung:

https://naturgarten.org/wissen/2021/03/30/die-troc...

U

Unkraut

Pflanzen, die am „falschen Platz“ wachsen und im Garten manchmal unerwünscht sind, obwohl sie ökologisch wertvoll sein können.

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Als Unkraut bezeichnet man Pflanzen, die sich an Stellen ausbreiten, wo sie vom Menschen nicht erwünscht sind, zum Beispiel in Beeten, Pflasterfugen oder Rasenflächen. Streng genommen gibt es ökologisch betrachtet kein richtiges oder falsches Kraut – jede Pflanze erfüllt eine Funktion im Ökosystem, bietet Nahrung für Insekten oder trägt zur Bodenverbesserung bei. Im naturnahen Garten kann man bestimmte Arten trotzdem gezielt jäten oder im Zaum halten, um andere Pflanzen zu schützen oder die gewünschte Pflanzstruktur zu erhalten. So wird Unkraut nicht grundsätzlich bekämpft, sondern bewusst gesteuert, um die Balance zwischen ökologischem Nutzen und Gartengestaltung zu wahren.

Funfact: Brennesseln an sonnigen Standorten sind ein Garant für Schmetterlinge, da sie besonders wertvolle Raupenfutterpflanze sind.

V

Versiegelung

Bedecken von Boden mit Asphalt, Beton oder Platten, sodass Wasser nicht mehr versickern kann.

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Versiegelung bezeichnet das Abdecken von Bodenflächen mit undurchlässigen Materialien wie Asphalt, Beton, Pflaster oder ähnlichem. Dadurch kann Regenwasser nicht mehr in den Boden eindringen, der Boden verliert seinen natürlichen Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen. Versiegelte Flächen heizen sich außerdem stärker auf und verändern das lokale Klima. Im naturnahen Garten wird daher versucht, Flächen möglichst unversiegelt zu lassen oder nur Teilflächen zu befestigen, um Wasserhaushalt, Bodenleben und Biodiversität zu erhalten. Das schützt auch Keller vor Überflutung.

Funfact: Wo Pflastersteine nicht vermieden werden können, hilft es der Natur, wenn die Fugen breiter gelassen werden und hier z.B. niedrig wachsender Thymian ausgesät wird.

W

Wildbiene

Nicht-domestizierte Bienenarten, darunter auch Hummeln, die wichtige Bestäuber für Natur und Garten sind, aber durch Lebensraumverlust und Pestizide bedroht werden.

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Wildbienen sind alle Bienenarten außer der Honigbiene, zu ihnen gehören auch Hummeln. Sie variieren stark in Größe, Farbe und Körperbau – manche sind klein und unauffällig, andere behaart und auffällig. Viele Wildbienenarten sind oligolektisch, das heißt, sie sammeln Pollen nur von bestimmten Pflanzenarten. Wildbienen nisten unterschiedlich: einige graben Erdgänge, andere nutzen Totholz, hohle Pflanzenstängel oder bestehende Hohlräume, manche bilden kleine Gemeinschaften, andere leben solitär. Sie sind unverzichtbare Bestäuber für Wild- und Kulturpflanzen, tragen zur Biodiversität bei und sichern Erträge in Obst- und Gemüsegärten. Viele Arten sind jedoch bedroht durch Lebensraumverlust, Pestizide und Monokulturen. Naturnahe Gärten mit blütenreicher Vielfalt, sonnigen Sandflächen, Totholz und Nisthilfen können diesen Bienenarten helfen.

Flyer zu Wildbienen & Insektenhotels

Funfact: Bei allen Bienen und Wespen haben nur die Weibchen einen Stachel. Dieser hat sich evolutionär aus dem Legebohrer zur Eiablage entwickelt. Bei den Wildbienen muss man sich um Stiche jedoch keine Sorgen machen. Wildbienen sind friedlich und einige so klein, dass sie nicht mal durch unsere Haut stechen können.

Winterhart

Pflanzen, die kalte Temperaturen und Frost überstehen können, ohne im Winter abzusterben.

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Winterhart beschreibt Pflanzen, die auch in kalten Klimazonen den Winter überleben können. Solche Pflanzen überstehen Frost, Schnee und niedrige Temperaturen, indem sie ihre Wachstumsaktivität einstellen oder besondere Schutzmechanismen entwickeln, z. B. dickere Zellwände, Schutz durch Laub oder Rinden, oder das Einlagern von Nährstoffen in Wurzeln und Knollen. Winterharte Pflanzen müssen im Frühjahr nicht neu gepflanzt werden und können über Jahre hinweg im Garten bestehen bleiben. Im naturnahen Gärtnern ist Winterhärte ein wichtiges Kriterium für die Auswahl robuster Pflanzen, die wenig Pflege benötigen und gleichzeitig Lebensraum für Tiere bieten.

Funfact: Wer Stauden im Garten hat, könnte auf die Idee kommen, dass die Pflanzen nicht mehr da sind. Sie kommen aber verlässlich im nächsten Frühsommer zurück. 

Wurmkiste

Eine Kiste, in der Kompostwürmer Küchenabfälle in wertvollen Humus verwandeln, ideal für Balkon und Wohnung.

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Eine Wurmkiste ist ein kleines, geschlossenes System, in dem Kompost(regen)würmer organische Küchenabfälle wie Gemüse- und Obstreste zersetzen. Dabei entsteht Wurmhumus, ein besonders nährstoffreicher Dünger für Pflanzen. In manchen Kisten sammelt sich zusätzlich Flüssigkeit, die man als sogenannten Wurmtee nutzen kann, allerdings nur, wenn das System sehr feucht ist. In gut ausbalancierten Kisten entsteht diese Flüssigkeit kaum, was sogar ein Zeichen für gesunde Bedingungen ist. Wurmkisten sind geruchsarm, platzsparend und eignen sich auch für Balkon oder Wohnung. Aus naturnaher Sicht sind sie eine nachhaltige Möglichkeit, Bioabfälle direkt vor Ort zu verwerten und den Kreislauf von Nährstoffen zu schließen.

Weitere Infos inkl. Anleitung:

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/oekologi...

Z

Zeigerpflanze

Pflanze, die Hinweise auf bestimmte Boden- oder Standortbedingungen gibt, z. B. feuchte, saure oder nährstoffreiche Böden.

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Zeigerpflanzen sind Pflanzen, die Hinweise auf den Boden oder den Standort geben. Sie zeigen zum Beispiel an, ob der Boden nass oder trocken, sauer oder basisch, nährstoffarm oder nährstoffreich ist und ob viel oder wenig Licht vorhanden ist. So zeigt die Brennnessel, dass der Boden viele Nährstoffe hat, oder die Sumpfdotterblume, dass es dort sehr feucht ist. Gärtner und Naturfreunde können Zeigerpflanzen nutzen, um zu entscheiden, welche anderen Pflanzen dort gut wachsen. So helfen sie, den Garten naturnah und passend zu gestalten.

Funfact: Im besten Fall passt man die Pflanzenwahl an den vorhandenen Boden an. In Gärten sind diese meist jedoch eher nährstoffreich durch regelmäßige Düngergabe. Wer es artenvielfältig haben möchte, müsste daher an einigen Stellen abmagern.

Zweijährige Pflanzen

Zweijährige Pflanzen bilden nach der Keimung nur eine Blattrosette. Erst im zweiten Jahr blühen sie und sterben danach meist ab. Sie haben oft eine große Blütenpracht und säen sich zuverlässig selbst aus.